Samstag, 11. Februar 2012


Interview

Dienstag, 26. Mai 2009 | Interview

webinale live: Sascha Wolter im Interview

(Link zum Artikel: http://www.entwickler-magazin.de/cod//049017)
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CREATE OR DIE: Sascha, du hast schon Rich Internet Applikations gebaut, da hieß das Zeug noch Multimedia. Kannst du dich noch an damals erinnern? Mit welchen Tools hast du gearbeitet, was hatten deine Kunden für Vorstellungen und was wurde ihnen letzen Endes geliefert. Was wird heute verlangt? Wie hat sich der Anspruch der Kunden über die Jahre hinweg geändert?
Sascha Wolter: Ich kann mich noch gut an meine Anfänge mit "Multimedia" erinnern. Das ist mittlerweile mehr als zehn Jahre her. Alles fing mit dem Macromedia Director an – Version drei oder vier muss es gewesen sein. Inhaltlich waren die Anforderungen gar nicht so viel anders als heute. Nur das Internet war meist noch kein Thema. Aber es ist klar, dass der Fortschritt auch hier nicht halt gemacht hat und nun technisch viel mehr und das auch noch viel einfacher möglich ist. Wobei "einfacher" ein zweischneidiges Schwert ist. Denn trotz dieser Einfachheit sind die Werkzeuge und Plattformen mittlerweile so komplex, dass umfassendes Wissen und eine große Erfahrung sehr wertvoll sind.

CREATE OR DIE: Mit welchen Tools arbeitest du heute? Neben der Creative Suite von Adobe gibt es inzwischen vergleichbare Werkzeuge von Microsoft und auch JavaFX will ein wenig im RIA-Geschäft mitmischen.
Sascha Wolter: Die Wahl der Werkzeuge ist wesentlich von den Anforderungen des Kunden und den anderen Entwicklern und Gestaltern im Team abhängig. Dabei kommt oft eine Mischung aus den verschiedenen Werkzeugen zum Einsatz. Je nach Zielplattform und Team gibt es aber Tendenzen: Die .NET-Welt bevorzugt für die Ausgabe von Silverlight die Kombination aus Visual Studio und Expression Blend, bei Flash und Flex kommen oft Eclipse mit dem Flex Builder oder IntelliJ zum Einsatz.

CREATE OR DIE: Wie sieht es mit dem Workflow zwischen Designer und Developer aus? Wie arbeiten beide Gruppen heute zusammen? Auch dafür gibt es inzwischen ja das eine oder andere Tool (Flash Catalyst).
Sascha Wolter: Der so genannte Designer Developer Workflow gestaltet sich zurzeit eher unbefriedigend. Jeder kocht da sein eigenes Süppchen – trotz mehr oder weniger gleicher Zutaten. Doch nach und nach scheinen sich Techniken, Prozesse und Werkzeuge zu entwickeln, die das Zusammenspiel zu verbessern versprechen. Auch Adobe und Microsoft arbeiten an zahlreichen Hilfsmitteln: Flash Catalyst von Adobe und Microsofts SketchFlow sind nur zwei von vielen, die ich in meinem Vortrag auf der webinale vorstellen und diskutieren möchte.

CREATE OR DIE: Was dürfen wir in Zukunft noch erwarten, wie sehen RIAs in ein paar Jahren aus?
Sascha Wolter: Ich bin selbst sehr gespannt, ob sich die Agenturen und deren Kunden langfristig erlauben können, so viele Technologien und Endgeräte individuell zu bedienen wie aktuell: Ajax, Flash, Flash Lite und Silverlight sind ja nur einige unter Vielen. Außerdem hoffe ich sehr, dass die Fortschritte bei den Werkzeugen und Workflows dazu führen, dass wieder mehr Energie für gute Ideen und weniger für das Beherrschen neuer Features verwendet wird.

(rw)

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