Samstag, 11. Februar 2012


Interview

Dienstag, 19. Dezember 2006 | Interview

Java 6 kommentiert #4: echte Alternative zu Ajax-Workarounds

(Link zum Artikel: http://www.entwickler-magazin.de/jaxenter//033240)
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Java 6 - Codename Mustang - ist nach über zwei Jahren Entwicklung letzte Woche final veröffentlicht worden. Aus diesem Anlass präsentieren wir Ihnen sukzessive aufeinander folgend die interessanten Meinungen unserer Java Magazin-Autoren.

Heute ist Adam Bien an der Reihe. Er freiberuflicher Berater und Dozent im Enterprise-Java-Bereich. Zurzeit schreibt er für das Java Magazin eine Kolumne zum Thema Enterprise-Architekturen.

Adam, wie siehst du die neue Version von Java? Ist sie für dich mehr als nur ein Maintenance-Release zu Java 5, wie oftmals im Vorfeld geäußert wurde?
Adam Bien:
Java 6 ist deutlich mehr als ein Meintenance-Release. Im Detail wurde vieles verbessert.

Was sind für dich die Highlights der neuen Version?
Bien:
Detailverbesserungen von Java WebStart, bessere Desktop-Integration von Swing, Standardisierung des javax.swing.GroupLayouts (wurde mit Matisse der NetBeans IDE entwickelt), JDBC 4.0 und JavaDB machen Java 6 attraktiver für die Entwicklung von interaktiven Desktop-Clients. Nun haben wir eine echte Alternative zu den Ajax-Workarounds. Die Integration von Scripting-Sprachen ist für die Integrationen und Implementierung von flexiblen Regeln nützlich.

Was vermisst du bzw. wo siehst du Nachholbedarf?
Bien:
Es ist schade, dass das JPA API nicht in die Java SE aufgenommen wurde. Dann hätten wir auch noch einen einfachen OR-Mapper auf dem Client. Ich würde Groovy anstelle von JavaScript als Referenzimplementierung bevorzugen. Ein robustes Data-Binding API für Swing wäre auch nett gewesen.

Was gibst du den nächsten Java-Versionen mit auf den Weg?
Bien:
Java ist wirklich gut geworden. Nun sind die Qualität, noch bessere Integration mit dem Betriebssystem und UI-Performance wichtig. Man sollte versuchen, Java auch stärker auf die Desktops zu verbreiten. Dafür wäre ein schlanker Kernel (noch kleiner als JRE) für die Installation auf den Clients notwendig. Ein Bundle mit Mozilla und IE, ähnlich zu Flash, wäre eine gute Idee. Somit könnte man die Client-Entwicklung und das Deployment deutlich vereinfachen und eine echte clientseitige Web-Plattform schaffen.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen.

(an)

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