Community
Neben einem engagierten Core-Entwicklerteam, ist die Community das Rückgrat einer jeden Open-Source-Anwendung. Und wie bei anderen Open-Source-Systemen auch, wo unzählige Stunden an Arbeit von Enthusiasten einfließen, haben die beiden MODx dahin gebracht, wo es heute steht. Die Community von MODx ist sehr aktiv und man bekommt ziemlich schnell in einem der Foren Hilfe, so fern sie benötigt wird. Dabei ist es auch sehr interessant zu sehen, dass es mit MODx meistens mehrere Wege gibt, um an das gewünschte Ziel gelangen.
Zentraler Ort der Community ist das Forum auf dem Portal MODxcms.com. Im deutschsprachigen Raum ist das Forum unter MODxcms.de ebenfalls ein beliebter Anlaufpunkt. Das Portal wird von Marc Hinse, der sich auf die Entwicklung von MODx-Webseiten fokussiert hat, betrieben.
Die Verbreitung von MODx schreitet voran, dass merkt man am Feedback über Twitter und der regen Betriebsamkeit in den Foren. Etwas überraschend dabei ist, dass MODx, zumindest in den deutschsprachigen Fachmedien, noch eher wenig Beachtung findet, hier dominieren eindeutig TYPO3, WordPress, Joomla! und Drupal.
Fazit
Gerade beim Schreiben des Artikels habe ich mich auch mit TYPO3 und Drupal beschäftigt, aber das Handling mit MODx und der Aufbau sind einfach genial und vereinen die Vorzüge eines einfach zu nutzenden und doch sehr flexiblen, mächtigen Systems.
Ohne Umschweife, ich stehe auf MODx. Der Aufbau und das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten (Templates, Chunks, Snippets, Plug-ins) machen das System nun mit der Version 2.0 zu einem richtigen Rohdiamanten. Und dieser Rohdiamant, da gehe ich jede Wette ein, wird vom Entwicklerteam weiter fleißig geschliffen. Man merkt schon jetzt, dass die Entwicklungen wohl überlegt sind und mit viel Weitsicht implementiert werden. Das sieht man auch an den Weiterentwicklungszyklen, die eher weit auseinander liegen. Das ist teils Open-Source-bedingt und andererseits gibt es so bei den stabilen Releases weniger Bugs und Sicherheitslöcher. Die letzte Security Notice datiert auf den 7. Juni (bzw. wurde bereits am 28. Mai eingereicht und noch am selben Tag gefixt).
Aus meiner Sicht kann das System einen recht großen Anwenderkreis erschließen, vom einfachen Hobby-Webmaster, über den Designer, bis zum Entwickler-Guru. Um eine Seite prinzipiell zum Laufen zu bringen, sind eigentlich keine PHP-Kenntnisse nötig. Das System geht sogar einen Schritt weiter - da es auch Frontend-Templatevorlagen gibt, sind nicht einmal HTML-/CSS-Kenntnisse notwendig (wobei man die meisten Features so aber nicht wird nützen können). Auf der anderen Seite bietet diese Applikation einem professionellen Webentwickler mit dem Backend, dem API und der Flexibilität bzw. Anpassungsfähigkeit alles Nötige, um skalierbare Webapplikationen zu programmieren.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Einblick in MODx geben und werde gerne in einer nächsten Ausgaben des PHP Magazins näher auf gewünschte Bereiche von MODx eingehen.
Und worauf warten Sie? MODx – check it out!
Stefan Gruber auf Twitter: @s_gruber



