Donnerstag, 24. Mai 2012 |
Wer kennt sie nicht, die Situation: Du sitzt als Entwickler im Bewerbungsgespräch und versuchst, den gegenübersitzenden Personalchef oder Entwicklungsleiter von deinen Fähigkeiten zu überzeugen. Vielleicht erwähnst du deine bisherigen Projekte und Arbeitgeber, führst unbedingt noch an, dass du auch in deiner Freizeit fleißig an Hobby-Projekten bastelst, und willst möglichst kompetent rüberkommen, indem du alle Fragen schnellstmöglichst beantwortest.
Dass ein solches Verhalten nicht unbedingt zielführend ist, erläutert der langjährige Recruiter Jeff alias Bare Bones Coder in seinem Blogeintrag "Identifying Passionate Developers, wo er Tipps gibt, wie sich ein wahrlich passionierter Entwickler von einem Durchschnitts-Hacker unterscheiden lässt.
Jeff geht es bei der Suche nach dem passenden Entwickler für das Team nicht unbedingt darum, welche Programmierkenntnisse der Bewerber mitbringt. Gut – ein gewisses Maß an technischen Fertigkeiten muss schon vorhanden sein, diese lassen sich aber leicht über Programmiertests abfragen. Wirklich interessant wird es für Jeff aber bei der Aufgabe, unter den Leuten, die die Technik solide beherrschen, diejenigen ausfindig zu machen, die fähig sind, Begeisterung und Inspiration in das vorhandene Team zu tragen.
Passionierte Entwickler qualifizieren sich dabei nicht durch ihre Bereitschaft, Überstunden zu schieben und womöglich noch am Wochenende an ihren eigenen Open-Source-Projekten zu tüfteln. Passion hat für Jeff auch nichts mit Extrovertiertheit und Geselligkeit zu tun. In seiner langjährigen Laufbahn als Recruiter hat Jeff vier Kriterien ausgemacht, die es ihm ermöglichen, zu unterscheiden, ob er einen wirklich passionierten Entwickler vor sich hat:
Passionate developers never shirk from who they are and definitely don’t shirk from sharing it.
If they just go along with what you say, there might be a problem. If they disagree and explain why in a cogent manner, then you might have a passionate developer sitting before you.
If they’re not thinking about their answers, if only for a little bit, then you don’t have a passionate developer, you have a salesman.
The passionate developers I’ve had the honor of working with do catch your eye at least just enough so they know where they’re going with you and the discussion. And when they do catch your eye, you can see them thinking, whether its about what they’re telling you or what you’re telling them.
Vier Tipps, die sich bei der Suche nach seinem "nächsten Traumjob" vielleicht als nützlich erweisen könnten. Offen bleibt allerdings die Frage, wie man als Bewerber erkennen kann, ob man gerade einen passionierten Recruiter vor sich hat…