Sonntag, 12. Februar 2012


Interview

Mittwoch, 17. Februar 2010 | Interview

JUG Augsburg im Gespräch: "Es war ein langweiliger und verregneter Tag..."

(Link zum Artikel: http://www.entwickler-magazin.de/jaxenter/kolumnen/053978)
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Die Java User Group Augsburg wurde im Oktober 2009 gegründet und ergänzt die Java-User-Group-Szene um eine weitere dynamische Gruppe, die ihre Mitglieder zu Vortragsabenden und Stammtischen läd. JUG-Gründer Jochen Stricker stellt die JUG Augsburg im Gespräch mit JAXenter vor.

JAXenter: Die JUG Augsburg ist ja noch ein junges Pflänzchen unter den Java User Groups. Wie kam es zur Gründung und wer steht hinter der JUG?

Jochen Stricker: Es war ein langweiliger und verregneter Tag... Nein, so war es nicht. Ich war von dem Konzept, das hinter einer Java User Group steckt, schon immer überzeugt: "Wissen, Ideen und Gedanken austauschen, Gleichgesinnte kennenlernen...". Vor ca. fünf Jahren habe ich schon mit den ersten Gedanken gespielt, eine lokale JUG zu gründen, habe aber leider in meinem damaligen Umfeld keine Unterstützung gefunden. Vor ca. einem Jahr hat mich dann Oliver Becherer von der Firma Medical Intelligence an Elekta Company angeschrieben und seine Unterstützung angeboten, falls ich einen neuen Versuch starte. Mitte Oktober 2009 habe ich dann mit Oliver die Java User Group Augsburg gegründet. Durch ein gezieltes Anschreiben von lokalen Firmen und Entwicklern konnten wir nach nur einem Monat schon 50 Mitglieder verzeichnen. Mit Hilfe von Stefan Korsch, Leitung IT/E-Commerce von der Verlagsgruppe Weltbild GmbH, haben wir auch sehr schnell einen Sponsor finden können, der die JUG Augsburg sehr engagiert unterstützt. Seit Dezember dürfen wir die Räume der Verlagsgruppe Weltbild GmbH für unsere regelmäßigen Vortragsabende verwenden. Nach nur kurzer Zeit konnten wir mit der Aracom Software GmbH auch einen zweiten, sehr engagierten Sponsor finden.

JAXenter: Welche Aktivitäten organisiert die JUG Augsburg?

Jochen Stricker: Die JUG Augsburg organisiert regelmäßige Vortragsabende und Stammtische. Die Stammtische der User Group sind da, um sich parallel zu den Vortragsterminen zu treffen, sich kennenzulernen, über aktuelle Themen aus der Java Welt zu diskutieren sowie Events und gemeinsame Projekte zu planen. Wenn nicht anders angekündigt, finden die Stammtische an jedem ersten Donnerstag im jeweiligen Monat statt.

JAXenter: Welche kurzfristigen und welche langfristigen Ziele verfolgt die JUG Augsburg?

Jochen Stricker: Da wir noch eine recht junge Java User Group sind und noch in den Anfängen stecken, wollen wir in den kommenden 6 - 12 Monaten die JUG Augsburg noch professioneller und bekannter machen, um noch mehr Java-Interessierte und Firmen für die User Group begeistern zu können. Zurzeit erreichen wir über unsere Email- und Kontaktlisten ca. 80 Interessierte. Eine Verdoppelung wäre für uns ein sehr großer Erfolg. Langfristig gesehen wäre es schön, wenn die JUG Augsburg nicht nur Stammtische und Vorträge organisierte, sondern darüber hinaus noch viel mehr für die lokale Java-Gemeinde anbieten könnte, wie z.B. eigene (Open-Source)-Projekte, Workshops oder einmal im Jahr einen Java-Day mit einem kompletten Vortragsprogramm. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die JUG Augsburg nicht nur eine Eintagsfliege ist, sondern langfristig bestehen bleibt.

JAXenter: Welche Verbindungen bestehen zu Industrie (Unternehmen), zu Forschung (Hochschulen) und zu anderen JUGs?

Jochen Stricker: Die JUG Augsburg hat eine gute Mischung unterschiedlichster Mitglieder aus den verschiedensten Bereichen und Positionen. Bei uns sind Freiberufler ebenso vertreten wie Festangestellte. Es engagieren sich nicht nur Softwarearchitekten und -entwickler, sondern auch Führungskräfte haben ein starkes Interesse an der User Group. Darüber hinaus haben wir auch Kontakt zur Hochschule Augsburg und zur Java User Group München.

JAXenter: Wie sehen Sie allgemein die Java User Group Szene im deutschsprachigen Raum, z.B. in Hinsicht auf Quantität, Aktivität, Vernetzung etc.

Jochen Stricker: Von der Java User Group Szene im deutschsprachigen Raum bin ich sehr begeistert. Wenn ich mir so die letzten Jahre anschaue, dann hat sich sehr viel getan. Es sind sehr viele neue User Groups entstanden, auch besonders sehr aktive Gruppen. Besonders hervorzuheben ist da die Java User Group Stuttgart mit ihrem jährlichen Java Forum. Einfach eine super Idee, und für mich seit Jahren eine Pflichtveranstaltung. Aber auch das, was die rheinjug und die ruhrjug mit JUG TV (Videoaufzeichnung) machen, ist einfach Klasse. Allein durch solche Java User Groups macht es einfach Spaß, sich ständig mit neuen Themen rund um Java zu beschäftigen.

JAXenter: Wie ist Ihr persönlicher Werdegang mit Java verbunden?

Jochen Stricker: Den ersten Kontakt mit Java hatte ich im Jahr 2000 und bin seitdem der Sprache treu geblieben. Dabei lag mein Schwerpunkt nicht immer nur in der Entwicklung. Auch das Testen und Betreiben ist dabei nicht zu kurz gekommen. In den letzten Monaten hat mich besonders das interessante Thema "Application Performance Monitoring" beschäftigt, was leider bei vielen Firmen immer noch zu kurz kommt. Aber nicht nur in meinem beruflichen Umfeld beschäftige ich mich mit Java, sondern es ist auch wichtiger Teil meiner Freizeit.

JAXenter: Wir schreiben das Jahr 2020. Java ist.....

Jochen Stricker: ...offen und die beliebteste Programmiersprache. Die Open-Source-Szene wird die Sprache Java noch besser und beliebter machen.

JAXenter: Vielen Dank für dieses Gespräch!

Jochen Stricker: Danke im Namen der JUG Augsburg!

Jochen Stricker ist "Staatlich geprüfter Wirtschaftsinformatiker" und arbeitet seit ca. 10 Jahren im Java Umfeld. Dabei lag in den letzten Jahren sein Hauptschwerpunkt im JEE Umfeld. Zur Zeit ist er als Java/JEE-Entwickler im Bereich IT/E-Commerce bei der Verlagsgruppe Weltbild GmbH tätig. In seiner Freizeit leitet er die ansässige Java User Group Augsburg.

(hs)

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