Samstag, 31. Juli 2010
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News

Montag, 8. Februar 2010

Fünf Mythen zur Untauglichkeit von MDD

Model-driven Development wird in Europa mit großer Leidenschaft gepflegt - anderswo scheint man dem MDD-Ansatz allerdings mit Vorbehalten gegenüberzustehen. Eclipse-Foundation-Direktor Mike Milinkovich fasste vor kurzem seine Erfahrungen folgendermaßen zusammen:

I [...] uniformly get incredulous reactions if you ask someone in the US if they’re using modeling or model-driven development practices. They’re all hacking code with small, fast, super-smart teams. Mike Milinkovich

Während man in Europa gerne über die Implementierung großer Software-Systeme nachdenke (und MDD als wichtigen Bestandteil der Lösung betrachte), sei man in den USA vor allem an schnelllebigen Internetanwendungen interessiert:

My experiences in the US generally and even more so in California is that the Web is king and that anything which doesn’t run in the browser is uninteresting. Mike Milinkovich

Einschlägige Vorurteile gegenüber dem MDD-Ansatz scheinen sich hartnäckig zu halten. Fünf davon möchte Rafael Chaves, Mitglied des Model Driven Software Networks, in seinem Blog "Myths that give model-driven development a bad name" entkräften:

MDD macht Programmierer überflüssig

Falsch: Mit MDD wird das Schreiben von langweiligem, repetitivem Code vermieden, sodass mehr Zeit für intellektuell anspruchsvollere Aufgaben bleibt.

Mit MDD können auch Business-Analysten Software entwickeln

Falsch: Business-Analysten verfügen nicht über das Wissen, das beim Schreiben von Software nötig ist. Kein Tool kann diese Wissenslücke schließen.

Mit MDD erzeugt man eine initiale Version eines Produkts, die dann händisch weitergepflegt werden kann.

Falsch: Durch einen solchen Ansatz nutzt man die meisten Vorteile von MDD gerade nicht.

MDD impliziert Round-Trip Engineering

Falsch: Das Mappen von Modellen auf Implementierungen geschieht nicht ohne Informationsverlust und ist deshalb nicht reversibel.

Entweder ganz MDD oder gar nicht!

Falsch: Man kann MDD dort einsetzen, wo es nützt, und mit manuell geschriebenen Artefakten kombinieren.

In den Kommentaren zum Blog finden sich weitere Vorurteile (und Argumente zu deren Widerlegung).

(hs)

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