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IBM Rational für Einsteiger Teil 2
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Intel Parallel Studio XE kombiniert die branchenweit führenden C/C++- und Fortran-Compiler von Intel mit Performance- und Parallelbibliotheken, Fehlerprüfung, zuverlässigem Code und Performance-Profiling-Tools in einem einzigen Paket. Das kommt der Anwendungsleistung zugute und steigert Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit der Programme, also der Faktoren, auf die es im High-Performance-Computing und in Enterprise-Anwendungen ankommt. Gleichzeitig vereinfacht das Paket die Beschaffung aller notwendigen Werkzeuge und erleichtert den künftigen Übergang von Multicore- zu Manycore-Prozessoren. Intel Parallel Studio XE ist ein Paket, das aus den neuesten Versionen der branchenweit führenden Produkte geschnürt wurde:
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seit vor gut einem Jahr Oracle die Firma Sun übernommen hat, hängt bei Java der Haussegen schief, so scheint es. Wer glaubte, der Reformstau der letzten Sun-Jahre werde direkt nach der Übernahme entschlossen angegangen, musste sich eines Besseren belehren lassen: der Stillstand sollte noch ein halbes Jahr andauern.
Auf der JavaOne im September hatte Oracle zum ersten Mal eine offizielle Botschaft an die Java-Welt: das OpenJDK-Projekt, die Open-Source-Implementierung von Java, bleibt bestehen und behält auch seine zentrale Aufgabe, das Java-Kernsystem weiter zu entwickeln. Die Entwicklungsumgebung NetBeans sowie GlassFish, der Open-Source-Server für die Java EE, werden ebenfalls mit Intensität weiter geführt und nicht eingestellt (wie von vielen befürchtet). Auch bei der Definition der beiden nächsten Generationen von Java –Java 7 und Java 8 – legte Oracle eine klare Zweijahresplanung vor.
Obwohl die als echtes Aufbruchsignal bewertet werden kann, setzte zwischen Oracle und der Java-Community noch kein Tauwetter ein. Hatte Oracle die Zeichen der Zeit nicht so richtig erkannt?
Zwei Monate später folgte dann der Streit mit Apache. Die Apache Software Foundation ist seit Jahren Mitglied des Java Community Process (JCP), dem zentralen Gremium, das die Spezifikationen der Java-APIs entwickelt. Da sie mit Harmony ihr „eigenes“ Java entwickelt (als Alternative zum OpenJDK), wollte sie auch die sog. Test Compatibility Kits verwenden, um nachzuweisen, dass ihre Java-Variante standardkonform ist (nur wenn die Tests positiv verlaufen, darf sich eine Software „Java“ nennen).
Die Antwort Oracles lautete (wie übrigens die von Sun in den Jahren zuvor) allerdings: nein. Daraufhin haben sich die Apachen unter lautem Getöse von der Arbeit im JCP zurückgezogen (wer dabei tatsächlich das Recht auf seiner Seite hat, mögen die Juristen klären). Sie sehen also, es herrscht viel Streit im Hause Java. Was aber bedeutet das für die weltweit am meisten eingesetzte Programmierplattform?
Bei Java hat bereits vor Jahren ein bedeutender Wandel eingesetzt. Der erwähnte Reformstau der Sun-Ära geht ungefähr auf das Jahr 2005 zurück. Seitdem wird an der nächsten Generation von Java gewerkelt, jahrelang ohne Ergebnis. Seitdem sind von Seiten des Java Community Process wenig Impulse gekommen, wie Java auf neue Herausforderungen wie etwa dynamische Sprachen (à la Ruby oder PHP), Cloud Computing oder Multi-Core-Programmierung antworten solle. Zugleich haben sich in der Java-Community, jenseits der offiziellen Spezifikation, jedoch zahlreiche Initiativen gebildet, die Erstaunliches geleistet haben: neue Programmiersprachen für die Java-Plattform wurden entwickelt, damit Java nicht mehr die einzige Sprache sein sollte (JRuby, Groovy, Scala, Clojure). Neue Frameworks wie etwa Spring haben die Java-Enterprise-Programmierung revolutioniert, viele weitere Innovationen aus dem Open-Source-Umfeld, wie zum Beispiel bei Apache, Eclipse, JBoss/Red Hat, haben das JavaÖkosystem in entscheidendem Maße erneuert. All diesen Ansätzen ist eines gemeinsam: sie folgen dem Prinzip „Code first“ und verzichten darauf, langatmige Spezifikationsprozesse in Gang zu setzen, wie dies beim JCP der Fall ist.
Das zeigt, dass Java nicht nur von einer Firma oder einem Firmenkonsortium betrieben wird, sondern dass es auf einem bunten und multipolaren Ökosystem basiert, in dem große und kleine Unternehmen, Anwender und Open-Source-Communitys, Hochschulen und Einzelpersonen gleichermaßen zum Fortschritt beitragen. Oracle gebührt die große Anerkennung, dass sie entschlossen sind, ganz erhebliche Ressourcen in die Entwicklung von Java zu investieren. Aber erst in Kombination mit diesem Ökosystem entsteht der beinahe unermessliche Wert von Java. In diesem Sinne ist Streit nichts Schlechtes, wenn er zur Klärung beiträgt und hilft, die Weichen für die weitere erfolgreiche Innovation durch das Java-Ökosystem zu stellen.