Selbstlernkurse haben den Vorteil, dass man sie immer dann durchführen kann, wenn es einem zeitlich am besten passt. Und mittels multimedialer Unterstützung kann ein solches „computer based training“ (CBT) zu einem wirklichen Erlebnis werden. Einer der Nachteile ist allerdings, dass bei Verständnisfragen kein Trainer oder Dozent zur Verfügung steht. Das vorliegende CBT stammt aus einer neuen Reihe des Verlags. Neben der CD-ROM mit dem interaktiven Inhalt beinhaltet das Paket auch noch ein ca. 280 Seiten starkes Begleitbuch, das zur Vertiefung und zum Nachschlagen der Themen des Programmierkurses dient. Zur Ausführung wird ein Webbrowser benötigt, bei dem die Anzeige von Pop-Up-Fenstern erlaubt ist und der mit einem Flash Player versehen ist, mindestens in Version 6. Die gesamten Kursinhalte spielen sich auf einem virtuellen Desktop in einem Browserfenster ab. Daher setzt der Kurs einen PC mit einem Windows-Betriebssystem (NT, 2000, XP oder Vista), mindestens 256 MB RAM, 800 MHz-CPU, CD-ROM-Laufwerk und einer Soundkarte voraus. Anhänger von Linux bleiben somit leider außen vor. Auf dem virtuellen Desktop läuft auch die Installation der beigefügten C++-Entwicklungsumgebung Dev-C++ ab. Der eigene Rechner bleibt daher von einer Installation verschont. Bei Bedarf kann die IDE aber dank der beigefügten Installationsdateien auf der CD-ROM auf dem eigenen Rechner nachvollzogen werden. Alle Texte werden gesprochen und zum Mitlesen auch am Fuß des Bildschirms angezeigt. Dies kann auf Wunsch aber ausgeschaltet werden. Der Lerninhalt umfasst die Grundlagen, Klassen, dynamische Speicherverwaltung, Operatoren, Vererbung und STL. Alle Kapitel schließen mit einem Test ab, der eine Erfolgskontrolle ermöglicht. Während der Kursbearbeitung können jederzeit in einem Glossar Begriffe nachgeschlagen werden. Der Kurs richtet sich an ambitionierte Einsteiger und umfasst ca. 8 Stunden Lernprogramm. Eine äußerst ansprechende Aufmachung und aufwändige Umsetzung machen diesen interaktiven Programmierkurs zu einem echten Vergnügen und lassen den fehlenden Dozenten gerne vermissen.





